Nach langer Zeit habe ich endlich mal wieder neben Baby und Festanstellung eine eigene Produktion für die Schirn Kunsthalle Frankfurt realisiert. Blixa Bargeld liest Texte der Beat-Generation in der Ausstellung KIENHOLZ – DIE ZEICHEN DER ZEIT.
“Unter der Regie von Steffen Schmidt entsteht ein beklemmender, psychologisierender Blick in die Abgründe einer Seele, die sich verloren hat. Kreysing bewegt sich als Trader immer an der Grenze zwischen Wahnsinn und Selbsterkenntnis. Dabei steigt die Intensität von Minute zu Minute. Schmidt und Kreysing schaffen einen aufwühlenden Blick in die Entmenschlichung, die aus der Unterwerfung unter ein System folgt, aus dem permanenten Funktionierenmüssen.”
Oberhessische Presse, 01.11.08 „Der Mensch wird zur Maschine“ von Tobias Nolte
Die Welt ist bespielbar, z.B. beim Gehen. Vor unserer Haustür sehnt sich der Europäische Fernwanderweg Atlantik–Ardennen–Böhmerwald (E3) nach einer Fata Morgana. Die Einladung gilt allen, die auf zwei Beinen mit einer Kunstkarawane traumwandeln wollen. Am Zielort Hungen mündet das Unterwegssein in ein Programm der Gruppe FIASGO und des Maskentheaters Mirnixdirnix mit Liedern über die Ferne, Geschichten vom Hinauskommen, Szenen des Befremdens und Bildern vom Ende der Welt.
Ein Einakter von Seep Jakobs aus dem Jahre 2009 anlässlich des FIASGO-Beitrags zum diesjährigen Mittelhessischen Kultursommer. In der Endprobenphase habe ich die Inszenierung übernommen und bin als Schauspieler eingesprungen. Meine erste Rolle! Die Premiere fand am 8. August um 20.30 Uhr im Hungener Kulturzentrum statt.
Mit Armin Eickenberg, Jutta Gottwals, Bärbel Busch, Andreas Merzhäuser, Seep Jakobs, Dilli Klein u.v.m
Nach Der Auftrag (Gewinner des Marburger Kurzdramenwettbewerbs 2005 und des Publikumspreises für freie Gruppen im Schauspiel Frankfurt 2006) und Indien (2006) ist erreger eine weitere Zusammenarbeit von Steffen Schmidt und Nisse Kreysing. Die Töne des Klangkunstkollektivs smood&cornsen liefern den akkustischen Rahmen.
Mit Nisse Kreysing | Regie: Steffen Schmidt | Regieassistenz: Markus Hassler | waggonhalle Produktion No. 6 | Premiere: 30.10.08
„In die Wüstung“ begab sich die Gruppe Fiasgo am 28. Juli 2007 mit dem gleichnamigen Theaterstück. Im Programm des „15. Kultursommers Mittelhessen“ lud die Arbeitsgemeinschaft Kultur Gonterskirchen zur Aufführung an der Ruine Ruthardshausen bei Laubach ein.
Angeregt durch das Kultursommer-Motto 2007 „Zukunftsmusik“ hat Autor Seep Jakobs ein Bühnenstück geschrieben, das in der Mitte des dritten Jahrtausends spielt. Steffen Schmidt, der u.a. als Regisseur am Theater der Marburger Waggonhalle tätig ist und dort schon mit Jakobs zusammen gearbeitet hat, inszenierte das Zukunfts-Drama mit den Fiasgo-Mitgliedern. Darin sucht ein Forschungsteam auf dem Gelände einer Wüstung (aufgegebenen Siedlung) nach Spuren der Premiumcity M, aus deren Untergang um das Jahr 2200 manches zu lernen wäre.
Zukunftsmusik aus der Erdabhöranlage
So unterschiedlich wie die Forschungsmethoden – zum Einsatz kommt neben traditionellem Werkzeug der Archäologie auch ein spitzentechnologisches Unikat, die Erdabhöranlage -, so gegensätzlich sind die Geschichtsverständnisse und Prognosen, die in der Gruppe aufeinanderprallen. An diesem Ort des Verfalls steigert sich das Geschehen auf die Frage zu, wie lange der Heimatplanet Erde unsere Art der Zivilisation noch erträgt.
i.love & nightstar treffen sich zufällig im Internet. Nach kurzem Chat bricht der Kontakt ab – nightstar stürzt in einen Strudel von Selbstzweifeln & Halluzinationen.
„Dein Geruch ist in den Benutzerangaben leider nicht zu finden. Dein Foto auf meinem Bildschirm ein Ausschnitt der nicht Du ist…“
styx erzählt mit Texten, Bildern und Musik die Geschichte von nightstar und i.love. Beide treffen sich zufällig im Internet. Nach kurzem Chat bricht der Kontakt ab. i.love ist nicht mehr online- nightstar stürzt in einen Strudel aus Selbstzweifeln und Halluzinationen.