i.love & nightstar treffen sich zufällig im Internet. Nach kurzem Chat bricht der Kontakt ab – nightstar stürzt in einen Strudel von Selbstzweifeln & Halluzinationen.
„Dein Geruch ist in den Benutzerangaben leider nicht zu finden. Dein Foto auf meinem Bildschirm ein Ausschnitt der nicht Du ist…“
styx erzählt mit Texten, Bildern und Musik die Geschichte von nightstar und i.love. Beide treffen sich zufällig im Internet. Nach kurzem Chat bricht der Kontakt ab. i.love ist nicht mehr online- nightstar stürzt in einen Strudel aus Selbstzweifeln und Halluzinationen.
Im Frühjahr 2006 hat Theater GegenStand zum dritten Mal deutschsprachige AutorInnen aufgerufen, ihre selbstgeschriebenen, noch nicht aufgeführten Kurzdramen einzusenden. 130 Texte sind eingegangen – aus Deutschland, Österreich, der Schweiz. Anfang September haben sich meine Jurykollegen und ich auf drei gleichrangige Preisträger geeinigt.
Die Agentur für Arbeit und der Kaspar
Autor: Tim Marquart, Schwalmstadt | Regie: Inga Berlin
Endlich einmal ein authentisches Hartz-IV-Drama. Die Agentur für Arbeit verrät in deftigen Worten, was sie im Innersten zusammenhält, während sich ein zukunftsgewandtes Liebespärchen hoffnungsvoll liebt, beschimpft und verprügelt. Zum Glück gibt es noch den Kaspar, auf den man auch prima einschlagen kann. – Ein ironisch-bissiger, aggressiver Text mit viel Romantik und Happy End.
Unter Druck
Autor: Hans Suter, Zürich | Regie: Karin Winkelsträter
Baggerfahrer Bolli hat falsch gebaggert. Im wörtlichen wie im übertragenen Sinne. Aber alle meinen es gut mit ihm. Zu seiner eigenen Sicherheit wird er ruhiggestellt. Wenn sich die Gelegenheit bietet, darf er dann herhalten als Spielball verschiedener Interessen.
Wassertreten
Autor: Walter Landin, Mannheim | Regie: Pruniella Fuchs
Ein Kneipp-Movie in einem Akt – mit sieben Aufzügen und acht Ratschlägen. Wir lernen: Pfarrer Kneipp irrt nicht. Vier Wassertreter im Kneippbecken, wohlaufgehoben in ihren Ritualen, nutzen den realitätsfreien Raum, um ihre Erlebnisse, mehr oder weniger glaubwürdigen Alltagsbeobachtungen und Visionen loszuwerden.
Unter der Oberfläche der beiden ungleichen Protagonisten, Heinzi Bösel und Kurt Fellner, die im Wirtshaus über die letzten und die ersten Dinge, Wiener Schnitzel und ihre Ängste philosophieren, lauern lauter kleine Tragödien von einsamen Männern.
Heinz Bösel: Nisse Kreysing | Kurt Fellner: Matze Schmidt | Wirt: Uwe Lange
Regie: Steffen Schmidt
“Überwältigende Stimmungsbilder mit markantem Wortwitz und überragenden Schauspielern.” Marburger Neue Zeitung
“Ein amüsanter Einblick in die Welt einer skurrilen Männerfreundschaft.” Oberhessische Presse
Einen Sommer lang schauen die Mädchen nach den Jungs und die Jungs nach den Mädchen. Einen Sommer lang rauchen sie gemeinsam Zigaretten, schreiben sich Briefe, schubsen sich ins Wasser und bleiben doch allein mit sich selbst. Am Ende des Sommers ist alles anders und vieles nicht mehr neu.
Mit Matt Dressler, Antje Kessler, Michael Klemm, Daniel Müller & Dominique Ronshausen
Regie: Steffen Schmidt
Musik: Clemenz Korn
Dramaturgie/Produktion: Franziska Lüdtke
Regieassistenz: Andreas Kirchner
Produktionsassistenz: Sarah Jerke
mit Nisse Kreysing Regie & Bühne: Steffen Schmidt | Assistenz: Antje Kessler & Elena Staroste Licht & Technik: Bianca Mischinger & Joachim Hering
08.12.2005 Uraufführung als Siegerdrama des 2. Marburger Kurzdramenwettbewerbs | 2006 ausgezeichnet mit dem Publikumspreis beim „openstage“ des schauspielfrankfurt
Pressestimmen
“Uneingeschränkt glücklich war Lothar Kittstein mit Steffen Schmidts Umsetzung von “Der Auftrag”. (…) Ganz auf die Person des alternden Personalberaters konzentriert, mit sparsamen, aber wirkungsvollen Mitteln gelang Steffen Schmidt die überzeugendste Regiearbeit des Abends.” aus: “Autoren offenbaren ihre Gefühle” ; 11.12.05; Marburger Neue Zeitung
“Einem mussten sich alle beugen: dem “alten Hasen” Nisse Kreysing in Lothar Kittsteins “Der Auftrag”, einem Bühnenmonolog über einen knallharten Einsamen. Charismatisch wie Marlon Brandos “Pate”, erklärte Kreysing das Leben und die Wirtschaft. Er bot eine faszinierende Innenschau- die Bühne war karg, was die Konzentration auf Kreysings Tour de Force Vorstellung ermöglichte. Dem Publikum stockte für eine gute halbe Stunde der Atem, dann brandete nicht enden wollender Applaus auf, der selbst Kreysing die Rührung ins Gesicht trieb.“ aus: “Kurzdramen- Wettbewerb: Kurz, knackig, unterhaltsam”; 12.12.05; Oberhessische Presse
ein schau & hörspiel nach Georg Büchner
gesprochen & gespielt von Antje Kessler & Matt Dressler Regie: Steffen Schmidt | Assistenz: Mia Sellmann Technik: Bianca Mischinger / Dagmar Kräutle / Joachim Hering
Pressestimmen
„ …beeindruckende Kombination von Schauspiel und Hörspiel. Gute Darstellung der Stimmung des Büchner-Werks und des Irrsinns von Lenz.“
- MNZ, 21.10.05
„Schmidts Aufführung bietet modernes Theater, mitreißend und beeindruckend. Wer sich vor den existentiellen Fragestellungen des Stücks nicht scheut, dem seien weitere Vorstellungen ans Herz gelegt.“
- Oberhessische Presse, 21.10.05
Im Mittelpunkt stehen Merteuil und Valmont, zwei Virtuosen auf dem Instrument der Verführung und Intrige, die sich mit kleinen dekadenten Spielchen die Zeit vertreiben. Valmont soll im Auftrag der Merteuil die junge unschuldige Cécile verführen. Als Belohnung ist ihm für diesen Dienst eine Nacht mit der Merteuil gewiss.
Für Valmont erscheint dies zunächst wie Kinderspiel, doch als der kaltblütig berechnende Verführer sich wider Erwarten in die unnahbare, attraktive Tourvel verliebt, hat dieser Betriebsunfall ungeahnte Folgen.
Valmont: Utz Lambert & Antje Kessler< Merteuil: Anja de Bruyn Tourvel: Suna Börsch Cecile: Nora Backhaus / Inga Berlin Volanges: Judith Veitengruber Danceny: Gabriel Stoukalov-Pogodin
Pressestimmen
“… gelungene Aufführung … sehr dynamisches Stück” - Marburger Neue Zeitung
“… sehr sehenswert! (…) Doppelbesetzung des schon leicht abgetakelten Verführers Valmont ein goldener Griff” - Express